An die Genderer

4. November 2009 at 11:06 (Campus) (, , )

Es gibt diese Kommilitonen, die alles mögliche „Gendern“ wollen und so beispielsweise die Umbenennung des Studentenparlaments (wie es im Hessischen Hochschulgesetz bezeichnet wird) in „Studierendenparlament“ fordern. In einer studentischen Satzung findet man dann häufig so etwas wie

… das Studentenparlament, im folgenden Studierendenparlament …

Woran allerdings wohl kaum einer dieser „Genderer“ denkt: Wo geht ihr denn mittags Essen oder kauft eure Brötchen (nicht den Kaffee, denn den gibt es im DesAStA)? Genau, beim, na, sagt es, Studentenwerk! So, jetzt ist es heraus.

14 Kommentare

  1. Kasseler Hochschulpolitik Horchposten (hopohopo) 's status on Wednesday, 04-Nov-09 10:11:13 UTC - Identi.ca sagte,

    [...] die Genderer: http://hopohopoks.wordpress.com/2009/11/04/an-die-genderer/ #Studentenwerk #Genderdebatte [...]

  2. Jay sagte,

    Zumal man nur “Studierender” ist, wenn man es gerade in diesem Augenblick auch tut, also gerade ein Lehrbuch ‘studiert’, etc – sonst ist man nur Student. Ich hoffe im StuPa wird das nicht gemacht, sondern eher außerhalb des StuPa.

  3. .peter sagte,

    Unsinniges Posting.

    Deiner Logik folgend sollte das Parlament Studentinnenparlament genannt werden. Und das andere Studentinnenwerk, etc. pp. Wäre den anwesenden bestimmt egal, nicht wahr.
    *kopfschüttel*

    • Jay sagte,

      Sitzen im StuPa nur Frauen für Frauen? Dann wäre es vll korrekt. Nur weil die Mehrzahl männlich klingt, muss man das noch lange nicht ändern.

      Gibts auch ne Arbeitslosinnenstatistik? Oder schonmal von den Strafgefanginnen gehört?

    • hopohopoks sagte,

      Ich weiß nicht, wen du meinst, aber es müsste politisch korrekt „Studierendenwerk“ heißen ;-)

      • Jay sagte,

      • hopohopoks sagte,

        Wie lächerlich der Begriff Studierende ist, wird deutlich, wenn man ihn mit einem Partizip Präsens verbindet. Man kann nicht sagen: In der Kneipe sitzen biertrinkende Studierende. Oder nach einem Massaker an einer Universität: Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden. Niemand kann gleichzeitig sterben und studieren.

        – Max Goldt: Wenn man einen weißen Anzug anhat, Kapitel „Was man nicht sagt“

        Man kann aber gleichzeitig Studieren und Bier Trinken ;-)

  4. .peter sagte,

    Woran merkt man, dass man “zu spät gekommen ist” beim Thema Gender:

    Wenn eine CDU-Landesregierung von sich aus Begriffe gendert, unter einem Ministerpräsi Koch (!!!), und man deren Änderungen immernoch für blödsinnig hält und nicht versteht, warum es gemacht wird … dann ist man zu spät dran.

    • hopohopoks sagte,

      Es ist halt nicht alles schlecht unter Koch, auch die Autobahnen z.B.

  5. Kasseler Pirat sagte,

    Schöner Blogeintrag, dieser Genderwahn nervt einfach nur noch. Gleichberechtigung ist gut und wichtig, man kanns allerdings auch übertreiben.

  6. Srdjan sagte,

    Der bürokratische Grammatikalisierungswahn hier geht mir allerdings mindestens genauso auf den Zeiger. Dekonstruiert doch einfach mal Sprache und löst euch von festgefahrenen Regeln. Dann könnt ih auch Partizipialkonstruktionen ertragen.

    • hopohopoks sagte,

      Aber dann selbst so hochgestochen herumformulieren. Wir sollten vielleicht doch am Besten binäre Geschlechterkonstruktionen auflösen, oder?

  7. Langweiliges StuPa alle drei Wochen « Kasseler Hochschulpolitik Horchposten sagte,

    [...] wieder nicht debattiert worden: „Absetzung des StuPa-Präsidenten“ und „Abschaffung binärer Geschlechterkonstruktionen“. Wobei da das StuPa-Präsidium durchaus souveräner hätte reagieren können: Ein [...]

  8. Kasseler Pirat sagte,

    Wie heißt es so schön: Geschichte wiederholt sich! Aus einem Antrag für die StuPa Sitzung am kommenden Mittwoch:

    Antrag 1: “Um die Ungleichbehandlung der verschiedenen Geschlechter weiter abzubauen, sollen alle Studierenden in den Hochschulgremien darauf achten, für ihre Beiträge gegenderte Sprache zu benutzen.”

    Antrag 2: “Das Studierendenparlament möge beschließen, dass alle schriftlichen Anträge an das StuPa, Veröffentlichungen der Studierendenschaft und andere Dokumente gegendert zu verfassen sind. Schriftliche Anträge die dieser Form nicht entsprechen werden nicht behandelt.”

    Ohne Worte….

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