An die Genderer
Es gibt diese Kommilitonen, die alles mögliche „Gendern“ wollen und so beispielsweise die Umbenennung des Studentenparlaments (wie es im Hessischen Hochschulgesetz bezeichnet wird) in „Studierendenparlament“ fordern. In einer studentischen Satzung findet man dann häufig so etwas wie
… das Studentenparlament, im folgenden Studierendenparlament …
Woran allerdings wohl kaum einer dieser „Genderer“ denkt: Wo geht ihr denn mittags Essen oder kauft eure Brötchen (nicht den Kaffee, denn den gibt es im DesAStA)? Genau, beim, na, sagt es, Studentenwerk! So, jetzt ist es heraus.
Kasseler Hochschulpolitik Horchposten (hopohopo) 's status on Wednesday, 04-Nov-09 10:11:13 UTC - Identi.ca sagte,
4. November 2009 um 11:11
[...] die Genderer: http://hopohopoks.wordpress.com/2009/11/04/an-die-genderer/ #Studentenwerk #Genderdebatte [...]
Jay sagte,
4. November 2009 um 11:39
Zumal man nur “Studierender” ist, wenn man es gerade in diesem Augenblick auch tut, also gerade ein Lehrbuch ‘studiert’, etc – sonst ist man nur Student. Ich hoffe im StuPa wird das nicht gemacht, sondern eher außerhalb des StuPa.
.peter sagte,
4. November 2009 um 16:48
Unsinniges Posting.
Deiner Logik folgend sollte das Parlament Studentinnenparlament genannt werden. Und das andere Studentinnenwerk, etc. pp. Wäre den anwesenden bestimmt egal, nicht wahr.
*kopfschüttel*
Jay sagte,
4. November 2009 um 17:21
Sitzen im StuPa nur Frauen für Frauen? Dann wäre es vll korrekt. Nur weil die Mehrzahl männlich klingt, muss man das noch lange nicht ändern.
Gibts auch ne Arbeitslosinnenstatistik? Oder schonmal von den Strafgefanginnen gehört?
hopohopoks sagte,
4. November 2009 um 21:39
Ich weiß nicht, wen du meinst, aber es müsste politisch korrekt „Studierendenwerk“ heißen
Jay sagte,
4. November 2009 um 21:41
Übrigens:
http://de.wikipedia.org/wiki/Studierende#Studenten_oder_Studierende.3F
hopohopoks sagte,
9. November 2009 um 15:58
Man kann aber gleichzeitig Studieren und Bier Trinken
.peter sagte,
4. November 2009 um 16:52
Woran merkt man, dass man “zu spät gekommen ist” beim Thema Gender:
Wenn eine CDU-Landesregierung von sich aus Begriffe gendert, unter einem Ministerpräsi Koch (!!!), und man deren Änderungen immernoch für blödsinnig hält und nicht versteht, warum es gemacht wird … dann ist man zu spät dran.
hopohopoks sagte,
4. November 2009 um 21:40
Es ist halt nicht alles schlecht unter Koch, auch die Autobahnen z.B.
Kasseler Pirat sagte,
4. November 2009 um 23:24
Schöner Blogeintrag, dieser Genderwahn nervt einfach nur noch. Gleichberechtigung ist gut und wichtig, man kanns allerdings auch übertreiben.
Srdjan sagte,
9. November 2009 um 17:21
Der bürokratische Grammatikalisierungswahn hier geht mir allerdings mindestens genauso auf den Zeiger. Dekonstruiert doch einfach mal Sprache und löst euch von festgefahrenen Regeln. Dann könnt ih auch Partizipialkonstruktionen ertragen.
hopohopoks sagte,
9. November 2009 um 19:15
Aber dann selbst so hochgestochen herumformulieren. Wir sollten vielleicht doch am Besten binäre Geschlechterkonstruktionen auflösen, oder?
Langweiliges StuPa alle drei Wochen « Kasseler Hochschulpolitik Horchposten sagte,
13. November 2009 um 22:17
[...] wieder nicht debattiert worden: „Absetzung des StuPa-Präsidenten“ und „Abschaffung binärer Geschlechterkonstruktionen“. Wobei da das StuPa-Präsidium durchaus souveräner hätte reagieren können: Ein [...]
Kasseler Pirat sagte,
13. April 2011 um 17:10
Wie heißt es so schön: Geschichte wiederholt sich! Aus einem Antrag für die StuPa Sitzung am kommenden Mittwoch:
Antrag 1: “Um die Ungleichbehandlung der verschiedenen Geschlechter weiter abzubauen, sollen alle Studierenden in den Hochschulgremien darauf achten, für ihre Beiträge gegenderte Sprache zu benutzen.”
Antrag 2: “Das Studierendenparlament möge beschließen, dass alle schriftlichen Anträge an das StuPa, Veröffentlichungen der Studierendenschaft und andere Dokumente gegendert zu verfassen sind. Schriftliche Anträge die dieser Form nicht entsprechen werden nicht behandelt.”
Ohne Worte….