(Un-) Kritische Universität Kassel? [Update]

22. Oktober 2009 at 15:18 (Fachschaften) (, )

Nach einem kleinen Zwischenfall hier war es doch einmal Zeit, sich die Vorstellung der Kritischen Universität Kassel (KUK) im neuen Dschungelbuch durchzulesen und den Spuren dort zu folgen, denn schließlich standen plötzlich ungeheuerliche Vorwürfe im Raum (kurz zusammengefasst):

  • mit der flachen Hand in die Suppenschale zu hauen, das ist natürlich gelebte kritische Uni
  • weltfremd vermutlich die Revolution herbeizusehen
  • Undifferenziert, ausfallend, fundamental

Erst einmal fällt auf, dass der von obigem Kommentar angesprochene AStA der KUK im Dschungelbuch einen Platz im vorderen Teil zugewiesen hat, bei den Service- und Informationsangeboten für Studierende und nicht im hinteren Teil bei der Hochschulpolitik (in der dunklen Ecke ;-) ). Weitere Zusammenhänge sind auf den ersten Blick nicht erkennbar.

Kommen wir daher zur Eigendarstellung der KUK: Sowohl im Dschungelbuch als auch auf ihrer Webseite www.kritischeuni.de/, die gesetzeswidrig ohne Impressum ausgestattet ist, findet man mehrere AGs, deren Thematik allerdings noch nicht sehr breit ist: Anti-Militarismus sowie alles rund um „Aktionen“. Der RCDS würde sich freuen: Demonstrieren, um des Demonstrierens Willen. Aber es geht noch mehr: Ein Workshop Daten- und Internetsicherheit steht auf dem Plan. Interessanterweise passt das zu einem so genannten „Kompetenzblock“ eines in der Hochschulpolitik nicht unbekannten Spielers, nur die (Deck-?) Namen sind anders.

Was dann allerdings doch ein wenig zum oben genannten Kommentar passt, sind zwei schöne Zitate von der Webseite der KUK, die vielleicht doch etwas über die Selbstkritik auszusagen vermögen:

Wenn wir “freie Bildung” sagen, meinen wir das auch so. Auch in der Form soll es keine Begrenzung geben.

Und im Inhalt?

Es wird eine schicke Power-Point-Präsentation mit vielen Fotos geben!

Wir werden sehen, was von der KUK zu halten ist, ob sie mehr Studierende als zum Bildungsstreik animieren kann, wie frei ihr Bildungsbegriff ist – und, ob sie sich aktiv in die Hochschulpolitik einmischen wird.

Update

Der Ausblick aufs StuPa 2010 scheint Schmeißfliegen gerade zu anzuziehen, die Fäkalien werden in den Kommentaren geäußert. Damit wird die Sache mit der KUK immer mysteriöser: Nun gibt es hier schon zwei Kommentare, mit denen sich der Laden bestens diskreditiert (da fragt man sich, warum der AStA denen überhaupt Platz im Dschungelbuch einräumt) – sofern sich denn tatsächlich KUK-Mitglieder hier geäußert haben. Noch mag man nicht daran glauben. Leute, hier gibt es die Chance, den Ruf zu retten (oder vollends zu verspielen, es liegt nicht an diesem Blog).

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Quo Vadis, Neue Liste?

19. Oktober 2009 at 23:23 (AStA, StuPa) (, , , , , )

Es gab hier ja schon vor längerer Zeit eine frühe Einschätzung über das StuPa 2010 an der Universität Kassel und bereits damals war die Frage nach der Zukunft der Hochschulgruppe Die Neue Liste aufgetaucht. Tatsache ist, dass die Referenten dieser Gruppierung im AStA ordentlich mitarbeiten und in letzter Zeit wieder ihre Parlamentarier in StuPa-Ausschüssen gesehen worden sein sollen.

Tatsache ist aber auch, dass Die Neue Liste als einige der wenigen momentanen Hochschulgruppen sich nicht im Dschungelbuch vorstellt. Auf ihrer Webseite finden sich zudem nur alte oder gar keine Termine (siehe Daten der Hochschulgruppentreffen). Und auch die AStA-Beteiligung ist mittlerweile veraltet. Und das alles, obwohl die Verantwortliche sowohl für das Dschungelbuch als auch die Webseite der Liste immer noch aktiv ist.

Nur: Welchen Schluss können die hochschulpolitisch interessierten Studierenden an der Universität Kassel daraus ziehen? Wird es Die Neue Liste auch weiterhin noch geben oder hat sich Prinzip der „kritisch-informativ-objektiven, richtungsweisenden Autonomie“ überlebt?

Wobei auch das Beispiel RCDS zeigt, dass eine Hochschulgruppe „under construction“ nicht unbedingt erfolgreicher sein muss. Wir werden jedenfalls im Dezember spätestens erleben, was aus der Neuen Liste und ihren durchaus kompetenten Mitgliedern wird. Es ist schon vorstellbar, dass hinter den Kulissen bereits andere Hochschulgruppen im Gespräche mit bisherigen Listenmitgliedern sind.

P.S.: Wer ist im AStA eigentlich für Datenbankverbindungen zuständig?

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Die pöhsen Linken im AStA

16. Oktober 2009 at 20:37 (AStA, StuPa) (, , , )

Einfach herrlich ist die Vorstellung des Rings Conservativ Deutscher Studenten (RCDS) im brandneu aktuellen Dschungelbuch (Hervorhebungen vom Horchposten, typografische Fehler belassen):

Während alle anderen hochschulpolitischen Gruppen ihre Zeit sehr gerne mit Streiks und Demonstrationen verbringen, versucht der RCDS Kassel über den RCDS-Landesverband mit den Entscheidungsträgern in der Politik direkt ins Gespräch zu kommen- ohne dramatische Hau-Drauf-Rhetorik.

Der RCDS verkennt hierbei, dass man mit den genannten Protestformen die politischen Inhalte aus der Universität in die Gesellschaft trägt. Dass das den Conservativen nicht gefällt, kann man sich seit Andrea Ypsilantis Griff nach der Macht gut vorstellen, denn Roland Koch wurde für seine miese Bildungspolitik abgewählt. Wäre der Protest gegen Studiengebühren oder über die Zustände an Hessens Schulen nicht nach außen gedrungen, hätte Koch vielleicht immer noch seine bequeme absolut(istisch)e Mehrheit.

Auch scheint es für den RCDS unvorstellbar, dass Protest kein Selbstzweck ist. Der eigentliche Skandal ist jedoch gerade, dass man sich als Studierender so drastisch für die eigenen Interessen einsetzen muss, weil von der Politik aus so ein starker Gegenwind weht. In Ruhe und Eigenverantwortlich zu studieren – wer möchte das nicht?

Und natürlich auch sehr schön ist, wie sich der RCDS als einzige Hochschulgruppe mit Kontakt in die Politik darzustellen versucht. Aber auch die Jusos, die Grünen und Die Linke.SDS haben ihre „Entscheidungsträger“ in den Länderparlamenten. Dazu passt ja dann, dass die Conservativen seit über einem Jahr „under construction“ sind.

Der RCDS ist im Studierendenparlament der Uni Kassel meist die einzige echte Oppositionspartei. Während die Linke.SDS und die RAL meist mit dem AStA abstimmen, obwohl sie beide angeblich so kritisch sind, bleibt der RCDS die Stimme derer, die eine andere Politik wollen.

Wie diese „andere Politik“ allerdings aussieht, bleiben uns die Conservativen, die zum Schluss sogar ihre Maske abnehmen (wenn du … vielleicht sogar CDU- oder JU-Mitglied bist oder werden willst) allerdings schuldig. Tatsache ist jedenfalls nach der gestrigen Nacht, dass diese „pöhsen Linken“ im AStA es immer wieder schaffen, aus Sicht des Horchpostens erfolgreiche Uniparties auf die Beine zu stellen, mit denen andere Posten des studentischen Haushalts finanziert werden können – allen Unkenrufen zum Trotz und mit gleichzeitiger Bedienung auch einer kleinen, alternativen Szene.

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Das neue Dschungelbuch ist da!

9. Oktober 2009 at 12:08 (AStA, StuPa) (, , , , )

Wie man derzeit auf der AStA-Homepage nachlesen kann, munkelt man, es gebe bei der allgemeinen Vorstellung des AStA am Donnerstag, den 8. Oktober, um 17 Uhr in der Zentralmensa, bereits die ersten Exemplare. Das lässt sich bei einem Besuch in der AStA-Küche bestätigen, wie gestern aus dem AStA-Umfeld berichtet wurde. Und ja, schick sieht es aus. Eine Zusammenfassung der Inhalte wird es vielleicht demnächst geben, denn

  • die RAL schießt scharf mit Platzpatronen gegen die verfasste Studierendenschaft
  • der RCSD hat auch einen Beitrag
  • ein Mitglied des StuPa-Präsidiums weist eine interessante Nähe zu diversen Medien auf
  • wahrscheinlich noch einiges mehr.

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Redaktionsschluss Dschungelbuch

27. Juli 2009 at 13:23 (AStA, Geleakt) (, )

Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern, auch wenn auf der AStA-Homepage noch nichts davon zu lesen ist:

Am 10. August ist Redaktionsschluss für das Dschungelbuch.

Dschungelbuch kurz vorgestellt

Das so genannte Dschungelbuch hat als Wegweiser durch den Uni-Dschungel primär Erstsemester als Zielgruppe, wird aber auch von höheren Semestern gerne nachgefragt. Es enthält neben einem Kalender und Platz für Notizen viele Informationen über die Universitätsstadt Kassel (jetzt ist es ‘raus).

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