Verwunderliches zum Abgang

30. April 2010 at 18:31 (AStA, Über dieses Blog, Campus, StuPa) (, , , )

Der Kasseler Hochschulpolitik Horchposten verabschiedet sich in dieser Form von allen Lesern und Mitdiskutanten – aber nicht ohne vorher noch einmal auf Verwunderliches in der Kasseler Hochschulpolitik hinzuweisen.

Die Gründe für die Einstellung des Blogs sind primär, dass die Mannschaft des Horchpostens „mit dem Alter taub geworden“ ist, nun nicht mehr in der Hochschulpolitik oder vielleicht an der UniKasselVersität tätig ist. Ohne Bezug zu etwas ist es schwierig darüber zu schreiben. Jede Studierendengeneration hat die Hochschulpolitiker und -Blogger, die sie verdient, geht daher heraus auf den Campus und tut euer bestes.

Wir schreiben hier nur, damit die Nachwelt sieht, dass nicht alle so waren.

Motto von F!XMBR

Dass es genug zu tun gibt, zeigt ein Blick auf die AStA-Webseite: Kein Wort darüber, ob es einen neuen AStA gibt, nichts zu eventuellen Aktionen wegen der geplanten Mittelkürzung der hessischen Hochschulen. Nur, dass das StuPa unrund läuft, ist gut dokumentiert:

Konstituierende Sitzung des Studierendenparlaments

Die erste Sitzung des neuen Studierendenparlaments wird am 10. Februar 2010 stattfinden. Ort und Zeit werden noch hier bekannt gegeben.

Sitzung des Studentenparlaments

Die letzte Sitzung des “alten” Studentenparlaments wird am 21. April um 18 Uhr in der Mönchebergstraße 7, Raum 0614 stattfinden.

Konstituierende Sitzung des Studierendenparlaments

Die konstituierende Sitzung des Studentenparlaments wurde auf den 21. April verschoben.  Die Sitzung wird um 19 Uhr beginnen und findet in der Mönchebergstraße 7, Raum 0614 statt.

Konstituierende Sitzung des Studierendenparlaments

Die konstituierende Sitzung des Studentenparlaments wurde auf den 29. April vertagt. Die Sitzung wird um 19:30 Uhr beginnen und findet in der Arnold-Bode-Str. 8, Raum 0113/0114 statt.

Stattdessen findet der politisch interessierte Studierende (gegendert!) Informationen über eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Ungleichkeiten in Geschlechterverhältnissen“ sowie der deutschen Hochschulmeisterschaft im Badminton.

Für den Horchposten senkt sich der Vorhang, das Publikum steht auf und geht heraus auf den Campus …

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Erster Ausblick aufs StuPa 2010

12. August 2009 at 22:42 (StuPa) (, , , , , , , , , , , , )

Es ist zwar immer noch Sommerpause, das amtierende StuPa-Präsidium hat es geschafft, für den Hauptausschuss einzuladen (mutig: Montag Morgen um 9 Uhr – Beschlussfähigkeit ;-) ), aber trotzdem tut sich momentan einiges in der Vorschau auf das StuPa in der Wahlperiode 2010/2011:

Die etablierten Listen

Beginnen wir mit den Hochschullisten, von denen wohl nur personelle Änderungen zu erwarten sind:

  • Die Jusos dominieren seit einigen Jahren die Kasseler Hochschulpolitik und bislang ist auch keine Liste oder kein Ereignis am Horizont erkennbar, was ihre komfortable Vormachtstellung gefährden könnte. Die einzigen Probleme scheinen sie momentan mit der Zuverlässigkeit ihres Personals zu haben. Der Fraktionsaustritt von Markus Sauerwein hat der Hochschulgruppe nicht geschadet, vermutlich verbessert er sogar ihr Ansehen in der Studentenschaft.
  • Die Grünen haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern können und fallen durch ansprechende und konstruktive Gremienarbeit auf. Steigerungspotenzial ist vorhanden, sofern ihnen nicht ein Leitartikel im medium² einen Strich durch die Rechnung macht.
  • Die Linke.SDS wurde durch den Fraktionsaustritt von Geronimo Bittner weiter geschwächt und ist aktuell nur noch mit einem Abgeordneten im StuPa vertreten – im Vorjahr waren es noch drei. Die Liste hat wahrscheinlich ihre Stammwähler und dürfte es in einer links geprägten Hochschulpolitik immer noch schwer haben, sich mit ihren Positionen abzuheben.
  • Der RCDS ist seit Jahren stabil mit zwei Parlamentariern dabei, die ordentlich, aber durchaus ideologisch mitarbeiten. Ein Novum ist der StuPa-Präsident, den die Konservativen stellen, aber das dürfte eine Ausnahmeerscheinung sein. Im Gegensatz zu ihrem Wahlplakat muss man feststellen, dass man in Kassel Hochschulpolitik doch mit links macht.
  • Die Liste Witzenhausen ist ebenfalls eine Konstante im StuPa mit einer großen Mobilisierung der Wähler. Da sie allerdings wohl kaum an anderen Standorten gewählt werden, bleibt ihr Wahlerfolg überschaubar. Aber solange es die Uni Kassel dort „draußen“ gibt, wird es auch diese Liste im StuPa geben.

Newcomer

  • Mit den Hochschul-Piraten Kassel wird nach Informationen von Nordhessische.de zu rechnen sein, die Hochschulgruppe befindet sich angeblich bereits in der Gründung. Mit der bislang veröffentlichten Programmatik fischen sie in den Gewässern der Jusos und der Grünen. Der Liste ist allerdings auch zuzutrauen, neue Studierende zu mobilisieren.
  • Gerüchten zu Folge gibt es auch in der Kritischen Uni Kassel Überlegungen, mit einer Liste bei der Hochschulwahl anzutreten. Die Klientel und Programmatik dürfte sich allerdings kaum von der RAL unterscheiden, womit sie hausgemachte Konkurrenz hätte. Vermutlich würden auf dieser Liste auch bekannte Gesichter der „Jüdäischen Volksfront“ zu finden sein.

Fragezeichen

Die folgenden zwei Listen sind aktuell mehr oder weniger aktiv an der Hochschulpolitik beteiligt, allerdings weiß man aus verschiedenen Gründen nicht, wie lange noch:

  • Die Neue Liste war bei ihrem Erscheinen eine große Überraschung und einigen bekannten Gesichtern der Kasseler Hochschulpolitik wurde misstrauisch eine Mitgliedschaft oder Geburtshilfe angedichtet, aber letztlich ist die Liste nur die alte Fachschaftsliste Lehramt. Momentan ist es allerdings sehr ruhig um die Neue Liste geworden, zwischenzeitlich soll es auch fraktionsintern Streit gegeben haben, der mit dem Abstimmungsverhalten in einer Hauptausschusssitzung zusammenhängen könnte. Da die Liste bislang keine Zeichen von sich gibt und kontinuierlich StuPa-Mitglieder verliert, stellt sich die Frage nach der Zukunft.
  • Die Revolutionär Antifaschistische Liste, kurz R.A.L., wurde bei ihrem Erscheinen auch beäugt, allerdings von Anfang an sehr skeptisch. Mit Andreas Sonntag haben sie einen fähigen Mann im StuPa, der nun allerdings Spaßpolitik im Rahmen der „Jüdäischen Volksfront“ betreibt. Mit den möglichen neuen Listen könnte die RAL allerdings Konkurrenz im eigenen Lager bekommen oder prozentual unter die für einen StuPa-Sitz relevante Schwelle fallen.

Fazit

Auf diesen Artikel werden wir dann im November oder Dezember wieder zurückkommen, wenn die Anmeldung zur Hochschulwahl läuft und es konkrete Informationen gibt.

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